Wie alles begann

Wie alles begann - Die Nobelstiftung lehnte die Vergabe eines Umweltpreises ab

1979 wandte sich der schwedisch-deutsche Philanthrop und Briefmarkensammler Jakob von Uexküll an die renommierte Nobelstiftung. Sein Anliegen: die Einführung zweier neuer Nobelpreise. Eines Umweltpreisesund eines Preises zur Förderung des Wissens und der Perspektiven von Menschen in armen Ländern. Er bot an, für die Finanzierung der Preise seine Briefmarkensammlung im Wert von über einer Million US-Dollar zu verkaufen und den Erlös an die Nobelstiftung zu spenden.

Von Uexküll war zutiefst besorgt über die Dringlichkeit globaler Probleme und die Art und Weise, wie die internationale Gemeinschaft sie handhabte. Er sah, wie sich Entscheidungsträger hinter verschlossenen Türen trafen, ohne mit der Realität in Berührung zu kommen – während sich zugleich Aktivisten und Organisationen der Zivilgesellschaft vor den Konferenzräumen versammelten und oft konstruktive Lösungen für diese Probleme anboten. Doch ihre Vorschläge wurden nicht beachtet. Jakob von Uexküll wollte das ändern.

„Wer den Nobelpreis bekommt, wird gehört“, dachte er, und wandte sich an die Nobelstiftung. Diese lehnte den Vorschlag, zwei neue Preise zu vergeben, jedoch höflich ab. Dies war der Moment, in dem von Uexküll beschloss, einen eigenen Preis ins Leben zu rufen und Menschen zu unterstützen, die für eine gerechte, friedliche und nachhaltige Welt kämpfen. Er verkaufte Teile seiner Briefmarkensammlung und begann mit der Umsetzung. Der Right Livelihood Award erhielt viel Aufmerksamkeit, als er 1980 – einen Tag vor dem Nobelpreis – erstmals verliehen wurde. Mittlerweile zählt der Preis zu den renommiertesten Auszeichnungen für Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Frieden.

Die Einnahmen aus dem Verkauf der Briefmarken reichten aus, um dem Preis die nötige Starthilfe zu geben. Seither wird der Right Livelihood Award durch Spenden von Privatpersonen finanziert. Ein von Anfang an einzigartiger Ansatz ist die langfristige Begleitung der Preisträger. Dazu gehören beispielweise die Unterstützung bei der Bildung von Netzwerken oder konkrete Hilfe bei Gefahr von Leib und Leben. Durch seine Gründungsgeschichte wurde der Right Livelihood Award als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt.

1980

The Right Livelihood Award first presented in Stockholm. The "Right Livelihood Foundation” registered on the Isle of Man.

1982

The Right Livelihood Award logo created by Gro Isali Faye Stjerneham.

1985

First presentation of the Right Livelihood Award in the Swedish Parliament.

1987

Award office established in the School of Peace Studies at the University of Bradford. Paul Ekins becomes its Executive Director.

1990

10th Anniversary Conference near Genova, Italy.

1991

The office of the Right Livelihood Award Foundation moves to Sweden, first full-time paid staff in Sweden recruited.

1995

15th Anniversary Conference in Cologne, Germany.

1999

20th Anniversary Conference in Salzburg, Austria.

2003

The total number of Laureates reaches 100.

2005

25th Anniversary Conference in Salzburg, Austria.

2006

Ole von Uexküll becomes Executive Director.

2007

Establishment of the Swiss Right Livelihood Award Foundation.

2009

2009 Establishment of the Right Livelihood College on the initiative of 1982 Laureate Anwar Fazal.

2010

30th Anniversary Conference in Bonn, Germany.

2011

Establishment of the protection programme for threatened Laureates.

2013

First Regional Conference held in Bogota, Colombia for Latin America and the Caribbean.

2015

Jakob von Uexküll retires from Board.

2015

Geneva office established, Stockholm office moves to the Right Livelihood House in Gamla Enskede.

2016

The Right Livelihood Award gets a new look.